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2011/27
 
Bundeswehrstandort Unna
 
 
 
Die Frauen-Union Kreis Unna spricht sich für den Erhalt der Glückauf-Kaserne in Unna-Königsborn und die Sicherung dieses Bundeswehrstandortes im Kreis Unna aus. Diesen Beschluss fasste der Kreisvorstand in seiner jüngsten Sitzung.

Im Zuge der Bundeswehrreform 2001 wurde bereits die Emscher-Kaserne in Holzwickede geschlossen. „Damit hat aus Sicht der Frauen-Union der Kreis Unna bereits seinen Beitrag im Rahmen einer der zahlreichen Bundeswehrreformen geleistet. Wir haben in Nordrhein-Westfalen derzeit schon eine – im Vergleich zu anderen Bundesländern – geringe Stationierungsdichte: Auf 1.000 Einwohner kommen hier 2,1 Dienstposten, während diese im Bundesdurchschnitt bei 3,5 Dienstposten liegt. Hinzu kommt, dass die Glückauf-Kaserne die letzte Kaserne im Ruhrgebiet ist. Die Frauen-Union Kreis Unna sieht es als dringend erforderlich an, die Präsenz der Bundeswehr auch in der Fläche zu erhalten und damit auch Bundeswehr sichtbar zu halten. Und das spricht für unseren Bundeswehrstandort in Unna mit unseren gut ausgebildeten Soldatinnen und Soldaten.“, so Ina Scharrenbach, Vorsitzende der Frauen-Union Kreis Unna.

„Die Bundeswehr wird sich immer wieder neuen Aufgaben stellen müssen und sich neu ausrichten müssen. Dies ist angesichts der weltpolitischen Lage sowie der sich ändernden Aufgabenstellungen nachvollziehbar. Während im „kalten Krieg“ noch die Fähigkeit zur Landesverteidigung oberste Priorität besessen hat, sieht sich die Bundeswehr heute vermehrt mit Aufgabenstellungen im Rahmen der internationalen Konfliktverhütung und –bewältigung konfrontiert. Das merken wir auch am Bundeswehrstandort in Unna: Derzeit befinden sich noch 354 Soldaten des in Unna beheimateten Logistikbataillons 7 in Afghanistan, die für die Einsatzbereitschaft der rund 1.100 Bundeswehrfahrzeuge sorgen. Neben der Sorge um die Soldaten, gelangt jetzt noch die Ungewissheit in Bezug auf den Erhalt des Standortes in den Fokus der Familien und der örtlichen Politik.“, so die Frauen-Union weiter.

Heike Gogolin-Schwering, stellv. Kreisvorsitzende und Vorsitzende der Frauen-Union Stadt Unna ergänzt: „Natürlich sprechen für den Erhalt des Standortes auch wirtschaftliche Gründe: Über 1.200 Soldaten sind bei uns in Unna stationiert. Hinzu kommen über 160 Arbeitsplätze für Zivilisten. Die Bundeswehr sichert damit die Lebensgrundlage vieler Familien in unserer doch eher immer noch strukturschwachen Region.“

Die Frauen-Union Kreis Unna setzt daher auf die Entscheidung über das neue Stationierungskonzept der Bundeswehr, welche im Herbst 2011 getroffen werden soll. Die von Seiten der Bundesregierung angelegten Grundprinzipien wie Funktionalität, Kosten, Attraktivität der Standorte sowie eben die besagte Präsenz in der Fläche sollten Anlass zur Hoffnung sein, dass der Bundeswehrstandort in Unna erhalten bleibt.

Ina Scharrenbach
- Vorsitzende der Frauenunion Kreis Unna-

Heike Gogolin-Schwering 
- stv. Kreisvorsitzende und Vorsitzende Frauenunion Unna -
 
 
 
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