Archiv - Artikel vom 07.03.2018:
 

Ein sattes Eigentor von „Links“ - Sozialausschuss am gestrigen Dienstag, 06.03.2018:

 

Ein Kommentar von Rudolf Fröhlich 

Das Spielfeld:

Der Ratssaal in Unna.

Die Mannschaften betreten das Spielfeld. Die Leitung des heutigen Spiels liegt in den bewährten Händen der Sozialausschussvorsitzenden Gabriele Meyer (CDU).

Als Linienrichter stehen ihr zwei erfahrene Schiedsrichterrecken aus der Stadtverwaltung zur Seite: Beigeordneter Uwe Kutter tänzelt schon, die Linienrichter - Fahne in der Hand, agil entlang der Seitenlinie, auf der anderen Seite tut es ihm, wachen Auges, sein Fachbereichsleiter Werner Neumann gleich.

Die Spannung auf dem Spielfeld und auf den Rängen steigt in´s Unermessliche, ist jetzt fast mit Händen greifbar. Die Kapelle spielt die Internationale:

„Brüder, hört die Signale, auf in´s letzte Gefecht!“

Da schaut die „Referee“ des heutigen Spiels ungeduldig auf die Uhr:

Anpfiff!

Sofort bemächtigen sich der FC „Lokomotive Piraten von Links“ der Lederkugel, dribbelt sie eine Weile unentschlossen hin und her.

Doch dann entwickelt die Lokomotive urplötzlich einen unaufhaltsamen Vorwärtsdrang. Auf den Zuschauerrängen kommt leichte Unruhe auf, während die Linkspiraten einen wahren Sturmlauf auf das Tor beginnen und die dicht stehende Abwehrkette mit ein, zwei langen Pässen, über links - außen, versteht sich, „alt“ aussehen lassen.

DA….!

Ein Pirat flankt nach innen - Kopfball - abgewehrt - aus dem Hintergrund müsste Weber (Linke) schießen - Weber schießt - Toooooor!!! Tooooor!! Toooor!

Doch was war das?? EIGENTOR!

Eigentor für „Links!!!

Das ist doch nicht zu glauben. Die Zuschauer auf den Rängen sind fassungslos!

Was war da los?

Hat Petra Weber etwa nicht gemerkt, dass ihre Sturmabteilung den Ball in die falsche Richtung dribbelte und die EIGENEN Reihen angriff…?

Verzeihen Sie mir meinen Ausflug auf´s Fußballfeld. Aber schließlich muss Kommunalpolitik ja nicht immer trocken, langweilig und mühsam sein. Ab und zu ein kleiner Spaß ist sicher erlaubt, oder?

Im Ernst:

Im Zusammenhang mit der Diskussion über den umstrittenen gemeinsamen Antrag von Piraten und Linkspartei, die Stadt möge alle Flüchtlingsunterkünfte mit kostenlosen WLAN - Zugängen ausrüsten, wurde ihr von der CDU-Fraktion entgegengehalten, dass Migranten/Asylbewerber allen übrigen Empfängern von Transferleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) gleichgestellt sind und in den monatlichen Sozialleistungen für diesen Personenkreis bereits ein Betrag von ca. 37,- Euro für „Kommunikation“ enthalten ist. Kostenloser Internetzugang ist ferner über verschiedene „Hotspots“ im Stadtbereich verfügbar. Weshalb also eine bestimmte Gruppe von Transferleistungsempfängern bevorzugt behandeln?

Warum sollten geflüchtete Menschen, die in städtischen Unterkünften leben, zusätzlich, „quasi in den eigenen vier Wänden“, freizugängliches Internet finanziert bekommen? Haben dann nicht alle anderen Haushalte einkommensschwacher Bürgerinnen und Bürger in Unna den gleichen Anspruch? Wo bleibt hier die Gleichbehandlung? Das ist dann eben nicht nur eine Frage der Finanzen, sondern im Wesentlichen auch eine Frage der Gerechtigkeit. 

(Siehe dazu auch meinen Kommentar „Ist das wirklich gerecht?“)

http://www.cdu-unna.de/index.php?archiv+main+detailansicht+100262+1)

„Man kann Menschen, die zu uns geflüchtet sind, doch nicht mit Hartz IV-Empfängern vergleichen. Ich würde Flüchtlinge viel eher mit Menschen vergleichen, die unsere Integration und Fürsorge brauchen.“

Petra Ondreika-Weber, Die Linke, im Sozialausschuss am 06.03.2018

Ich sage:

Doch, Frau Weber, man kann es nicht nur vergleichen, man muss es sogar!

Mir kann es ja egal sein, ob Sie sich Ihr eigenes Wählerklientel vergraulen wollen.

Aber:

Brauchen die anderen unsere Fürsorge etwa nicht? Glauben Sie wirklich, es sei dem sozialen Frieden in Deutschland zuträglich, solche durch nichts gerechtfertigten Unterscheidungen zu treffen? Wollen Sie die „Zwei - Klassen- Gesellschaft“ im Sozialhilfebereich?

Marx und Engels würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie das hörten!

Überlegen Sie mal in Ruhe, ob das gut war, was Sie da gesagt haben! Ich kenne Sie persönlich und weiß daher, dass Sie das so eigentlich gar nicht gemeint haben.

Wasser auf die Mühlen einer bestimmten Partei ist das trotzdem. Das sollten Sie bei künftigen Anträgen und Wortbeiträgen bedenken, denn gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht!

Bleibt festzustellen:

Der Antrag wurde nur deshalb nicht abgelehnt, weil Sie ihn zurückstellen ließen, bis die Frage, wie es in Unna bzgl. der Flüchtlingsunterbringung überhaupt weiter geht, geklärt ist.

Sollte er dann wieder aufgerufen werden:

CDU und auch die SPD haben, auch in Erwartung der entstehenden Kosten,

ihre Ablehnung bereits erklärt.

Lesen Sie dazu auch den Artikel auf der Webseite Rundblick Unna:

https://www.rundblick-unna.de/2018/03/06/internet-in-unnas-asylheimen-klare-ansagen-von-stadt-und-politik/

Foto: CDU Deutschland/Markus Schwarze

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